Reim zur letzten Feier

Und es geschah Im Chocolat,
die Leute kamen von fern und nah.
Sie trafen sich zu Speiß und Trank
zum Beten und besinnlichen Gesang.

Der Abend entwickelte sich heiter,
die Gäste wurden dabei nicht gscheiter
Und als ein Engel hinabstieg vom Himmel
und zeigte nebenbei sein Pimmel,
waren die Freunde wie von Sinnen.

Betäubt vom göttlichen Saft und Met,
der Lichtgestalt und dem Gebet,
tanzte die Freunde sich in Extase,
da flogen Christkugeln und ne Vase.
Es spritzte der Sekt und Korken knallten,
die Massen waren nicht mehr zu halten.
Übergossen sich mit geweihten Wasser,
der Boden wurde nass, die Körper nasser.

Der Präsi ein blutiges Opfer gab dar,
daran ergötzte sich die feiernde Schar.
Die Stühle flogen umher im Raum,
der Wirt tanzte seinen Namen, man glaubt es kaum.
Es wurde geschoben, gegröhlt und gerangelt,
so mancher Körper zerbeult und zerdangelt
Das Weibsvolk machte keine Allüren
und auch kein halt vor gläsernen Türen

Zu guter letzt lebten noch alle,
trotz Liedern von St. Tropez und Malle
Es war eine Ehre dabei gewesen zu sein,
auch wenn heute noch schmerzt das Bein
vom Negerboandl das ich musste kassieren
Ramsauer du Arsch, brauchst di ned genieren.
Was bleibt ist die Erinnerung, Blut und Schmerzen
Nächsts moi feiern wir in Gerzen…